Zum Hauptinhalt springen
Saatçi Dental Clinic

Kieferkorrektur-Operation

Warum ist eine Kieferoperation notwendig?

Auf dieser Seite

Eine kieferverlagernde Operation kommt bei bestimmten skelettalen Fehlstellungen infrage, die sich nicht allein kieferorthopädisch behandeln lassen. Eignung, Ziele und Risiken werden fachärztlich beurteilt.

Warum ist eine Kieferoperation notwendig?

Kieferprobleme sind nicht nur ein ästhetisches Anliegen; sie beeinflussen Ihre Mundgesundheit und Ihre allgemeine Lebensqualität unmittelbar. Die folgenden Situationen können darauf hinweisen, dass Sie ein Kandidat für eine orthognathe Operation sind:

1. Bissfehlstellungen (Malokklusion)

Dabei schließen die Zähne und Kiefer nicht korrekt aufeinander:

  • Eine vorverlagerte Unterkieferposition kann Biss und Kauen beeinflussen.
  • Ein Tiefbiss ist eine zu große vertikale Überdeckung der unteren durch die oberen Frontzähne. Kieferlage und Zahnbeziehungen werden getrennt beurteilt.
  • Offener Biss (Open Bite): Bei geschlossenem Mund berühren sich die oberen und unteren Zähne nicht; es verbleibt eine Lücke.
  • Ein Kreuzbiss ist eine Abweichung der seitlichen Beziehung zwischen oberen und unteren Zähnen.

2. Kiefergelenkprobleme (TMG)

Gelenkgeräusche, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen müssen gesondert untersucht werden. Sie begründen allein keine Kieferumstellung; eine Beseitigung der Gelenkschmerzen ist nicht vorauszusetzen.

3. Gesichtsasymmetrie und ästhetische Anliegen

Gesichts- und Kieferasymmetrien sind unterschiedlich ausgeprägt. Neben ästhetischen Erwartungen zählen funktionelle Befunde und mögliche Risiken.

Der Ablauf der orthognathen Chirurgie: Wie gehen wir vor?

Der Ablauf erfordert eine kieferorthopädische und mund-, kiefer- und gesichtschirurgische Beurteilung. Zuständiges Krankenhaus und Operationsteam sind gesondert zu klären.

Schritt 1: Diagnose und digitale Planung

Der Befund bestimmt, ob Röntgenaufnahmen, kephalometrische Analysen oder dreidimensionale Bildgebung erforderlich sind. Digitale Simulation unterstützt die Planung, sagt das spätere Aussehen jedoch nicht exakt voraus.

Schritt 2: Kieferorthopädische Vorbereitung (Zahnspangenbehandlung)

Vor der Operation kann eine kieferorthopädische Vorbereitung erforderlich sein. Dauer und Schritte richten sich nach dem individuellen Plan.

Schritt 3: Der chirurgische Eingriff

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose in einem geeigneten Krankenhaus. Schnitte liegen häufig im Mund; Zugang und mögliche Narben sind mit der operierenden Person zu besprechen.

  • Oberkieferchirurgie (Le Fort I): Der Oberkiefer wird nach vorne, hinten, oben oder unten verlagert und fixiert.
  • Unterkieferchirurgie (BSSO): Der Unterkieferknochen wird kontrolliert getrennt und in die vorgesehene Position gebracht.
  • Kinnkorrektur (Genioplastik): Sie wird angewendet, wenn das Kinn deutlich zurück- oder vorverlagert ist, um das Profil harmonisch auszugleichen.

Heilungsverlauf und wichtige Hinweise

Heilungsverlauf und Beschwerden variieren nach Eingriff. Individuelle Anweisungen zu Ernährung, Mundpflege, Medikamenten und Kontrollen sind zu beachten.

  • Krankenhausaufenthalt: In der Regel genügt ein Aufenthalt von 1–2 Nächten im Krankenhaus.
  • Ernährung: In der ersten Woche wird eine flüssige Ernährung, in den darauffolgenden Wochen eine weiche Kost (Püree u. Ä.) empfohlen. Diese Phase ist für das Zusammenwachsen der Kieferknochen entscheidend.
  • Schwellung: Sie kann in den ersten Tagen zunehmen und anschließend allmählich abklingen. Kühlung und Medikamente nur nach chirurgischer Anweisung anwenden. Zunehmende Schwellung, Fieber oder unerwartete Beschwerden mit dem Behandlungsteam klären.
  • Alltagsfähigkeit und Knochenheilung sind unterschiedliche Phasen. Arbeit, Sport und Reisen sollten nach chirurgischer Kontrolle geplant werden.

Mögliche Risiken

Mögliche Risiken sind Blutung, Infektion, Narkosekomplikationen, Bissveränderungen und Gefühlsstörungen. Taubheit kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Besprechen Sie persönliche Risiken, Alternativen und mögliche Folgebehandlungen.

Nutzen, Risiken und Alternativen sollten vor der Entscheidung gemeinsam abgewogen werden.

Kontaktieren Sie uns noch heute