Zum Hauptinhalt springen
Saatçi Dental Clinic
← Alle Beiträge

Was ist eine Kieferzyste? Symptome, Diagnose und Behandlung

Veröffentlicht am:

Herausgeber: Saatçi Dental Clinic

Etwa 5 Min. Lesezeit

Illustration mit Notizbuch, Stift, Zahnmodell und Spiegel zur Vorbereitung auf einen Zahnarztbesuch.
In diesem Beitrag

Eine Kieferzyste ist ein Hohlraum, der im Kieferknochen oder im umliegenden Gewebe entstehen und Flüssigkeit oder halbfesten Inhalt enthalten kann. Manche Zysten fallen durch Schmerzen oder eine Schwellung auf; andere werden auf einem Röntgenbild entdeckt, das aus einem anderen Grund angefertigt wurde. Das Wort Zyste bedeutet für sich allein nicht Krebs. Eine Untersuchung, bildgebende Verfahren und bei Bedarf eine feingewebliche Untersuchung klären, um welche Veränderung es sich handelt und wie sie behandelt werden sollte.

Wie entsteht eine Kieferzyste?

Es gibt verschiedene Arten von Kieferzysten. Einige stehen mit Entzündungen in Verbindung, die von einem Zahn ausgehen. Andere hängen mit Geweben der Zahnentwicklung oder mit einem nicht durchgebrochenen Zahn zusammen. Deshalb werden nicht alle Kieferzysten gleich behandelt. Nicht jeder verlagerte Zahn führt zu einer Zyste, und nicht jede dunkle Stelle im Röntgenbild ist eine Zyste.

Lage, Größe und Beziehung zu den Zähnen fließen in die Behandlungsplanung ein. Auch die Nähe zu einem Nerv oder zu anderen wichtigen Strukturen wird berücksichtigt. Die Größe der Veränderung im Bild allein reicht nicht aus, um über die Behandlung zu entscheiden.

Welche Beschwerden können auftreten?

Möglich sind eine Schwellung am Kiefer oder Zahnfleisch, Schmerzen, Entzündungszeichen oder ein Druck- und Völlegefühl in der Region. Eine kleine, langsam wachsende Zyste kann völlig beschwerdefrei bleiben. Schmerzfreiheit bedeutet jedoch nicht, dass die Veränderung keiner Untersuchung bedarf.

Lassen Sie eine neu aufgetretene oder anhaltende Schwellung, eine deutliche Veränderung am Kiefer oder eine ungeklärte Taubheit an Lippe oder Kinn zahnärztlich abklären. Beschwerden allein erlauben keine Zystendiagnose; andere Erkrankungen können ähnliche Zeichen verursachen.

Eine Schwellung mit Fieber oder rasch zunehmenden Schmerzen muss zeitnah untersucht werden. Bei Atem- oder Schluckbeschwerden oder einer starken Schwellung, die sich schnell in Mund und Hals ausbreitet, warten Sie nicht auf einen regulären Termin, sondern holen Sie sofort medizinische Hilfe. In der Türkei lautet die Notrufnummer 112.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die behandelnde Fachperson fragt nach Beschwerden und Krankengeschichte und untersucht den Mund sowie die betroffenen Zähne. Gegebenenfalls werden Tests zur Vitalität eines Zahns durchgeführt. Ein Röntgenbild zeigt die Lage der Veränderung und ihren Bezug zu den umliegenden Strukturen. Eine dreidimensionale Aufnahme ist nicht für jeden Menschen erforderlich; sie kann sinnvoll sein, wenn sie zur Entscheidung über die Behandlung beiträgt.

Die genaue Art der Veränderung lässt sich nicht immer allein durch Bilder feststellen. Eine Probe aus einem Teil der Veränderung oder das vollständig entfernte Gewebe kann im Labor untersucht werden müssen. Dies wird als Biopsie und feingewebliche Untersuchung bezeichnet. Dass eine Biopsie empfohlen wird, bedeutet nicht, dass Krebs diagnostiziert wurde; sie hilft, die Art des Gewebes zu klären.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung richtet sich nach Art und Größe der Veränderung, ihrer Beziehung zu Zähnen und Nerven sowie nach dem Gesundheitszustand. Eine Möglichkeit ist die operative Entfernung der Zystenwand. Bei manchen großen Zysten oder bei Nähe zu wichtigen Strukturen kann zunächst ein Verfahren eingesetzt werden, das den Druck senkt und die Zyste verkleinert. Anschließend kann ein zweiter Eingriff nötig sein. Dieses Vorgehen erfordert regelmäßige Kontrollen und die Pflege nach den Anweisungen der behandelnden Fachperson.

Nicht jeder benachbarte Zahn muss zwangsläufig entfernt werden. Der Erhalt eines Zahns kann sinnvoll sein. Bei einer vom Zahn ausgehenden Ursache kann auch eine Wurzelkanalbehandlung oder eine andere Zahnbehandlung zum Plan gehören. Das geeignete Vorgehen wird nach der Untersuchung festgelegt. Antibiotika können bei Bedarf eine Infektion behandeln, ersetzen aber weder die Bestimmung der Zystenart noch die erforderliche Behandlung.

Warum sind Nachkontrollen wichtig?

Verheiltes Zahnfleisch bedeutet nicht, dass der darunterliegende Knochen bereits vollständig verheilt ist. Kontrolltermine und weitere Aufnahmen werden individuell geplant. Bei einigen Zystenarten besteht ein Risiko für erneutes Auftreten, weshalb Nachkontrollen wichtig sind. Achten Sie darauf, dass der feingewebliche Befund besprochen wurde und der nächste Kontrolltermin klar ist.

Informieren Sie die behandelnde Fachperson über Medikamente und Erkrankungen; setzen Sie Medikamente nicht selbstständig ab. Befolgen Sie nach dem Eingriff Ihre persönlichen Pflegehinweise. Nehmen Schmerzen oder Schwellung deutlich zu, tritt Fieber auf oder lässt sich eine Blutung nicht kontrollieren, wenden Sie sich zeitnah an das Behandlungsteam.

Häufige Fragen

Verursacht eine Kieferzyste immer Schmerzen?

Nein. Manche Zysten werden ohne Beschwerden im Röntgenbild entdeckt. Schmerzfreiheit zeigt nicht, dass Behandlung oder Nachkontrollen unnötig sind.

Bedeutet eine Biopsie Krebs?

Nein. Eine Biopsie dient dazu, das Gewebe zu untersuchen und die Diagnose zu klären. Das Ergebnis hilft bei der Planung von Behandlung und Nachkontrollen.

Werden alle Zähne im betroffenen Bereich entfernt?

Nicht immer. Der Zustand jedes Zahns und seine Beziehung zur Veränderung werden geprüft. Geeignete Zähne zu erhalten, kann Teil des Plans sein.

Weitere Beiträge zur Mundgesundheit finden Sie im Blog und Sie können einen Termin für eine persönliche Untersuchung anfragen.

Quellen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Diagnose, Behandlung und Nachsorge werden nach einer Untersuchung individuell festgelegt.

Weiterführende Artikel

Behandlung und Untersuchung in unserer Praxis

Kontaktieren Sie uns noch heute