Zum Hauptinhalt springen
Saatçi Dental Clinic
← Alle Beiträge

Sind Implantate bei Kieferknochenabbau möglich?

Veröffentlicht am:

Herausgeber: Saatçi Dental Clinic

Etwa 4 Min. Lesezeit

Illustration mit Notizbuch, Stift, Zahnmodell und Spiegel zur Vorbereitung auf einen Zahnarztbesuch.
In diesem Beitrag

Bei Kieferknochenabbau kann eine Implantatbehandlung für manche Patienten möglich sein. Knochenverlust allein ist kein endgültiges Hindernis. Das Implantat muss jedoch in der richtigen Position mit ausreichendem Knochenhalt eingesetzt werden können. Knochenaufbau, andere Implantatmöglichkeiten oder anderer Zahnersatz können geprüft werden. Der geeignete Weg wird nach einer Untersuchung und gegebenenfalls erforderlichen Aufnahmen festgelegt.

Was bedeutet „Knochenabbau“?

Damit kann eine Verringerung des Knochenvolumens in dem Kieferbereich gemeint sein, in dem die Zähne stehen. Der Verlust kann die Höhe, die Breite oder beides betreffen. Die Information „mein Knochen ist zurückgegangen“ reicht deshalb allein nicht aus, um einen Implantatplan zu erklären.

Es ist wichtig, ob der Verlust um vorhandene Zähne oder in einem seit Langem zahnlosen Bereich liegt. Liegt eine Zahnfleischerkrankung zugrunde, muss auch diese behandelt werden. Die EFP-Patienteninformationen erläutern, dass eine frühere Parodontitis das Risiko von Problemen am Implantat erhöhen kann und regelmäßige Betreuung wichtig ist.

Welche Voraussetzungen werden untersucht?

Der Zahnarzt betrachtet mehr als nur die Frage, wie viele Millimeter Knochen vorhanden sind. Auch der geplante Zahnersatz, Nachbarzähne, Zahnfleisch, das Verhältnis der Kiefer und der Zugang zur Reinigung werden besprochen. Erforderliche Aufnahmen helfen, die Knochenform und die anatomischen Grenzen am Implantationsort zu beurteilen. Nicht jeder Patient braucht dieselben Aufnahmen oder denselben Eingriff.

Erklären Sie bei der Untersuchung, was Sie an Ihrem vorhandenen Zahnersatz stört. Beweglichkeit, Schwierigkeiten beim Essen oder Wünsche zum Aussehen liefern hilfreiche Angaben für den Vergleich der Möglichkeiten. Besprechen Sie neben Ihrem Wunsch nach festen Zähnen auch die Zeit, die Sie für Behandlung und Pflege einplanen können.

Welche Wege kommen bei unzureichendem Knochen infrage?

Knochenaufbau und Transplantation

Laut NHS-Informationen zum Knochenaufbau können kleinere Aufbauten zusammen mit der Implantation erfolgen. Umfangreichere Eingriffe können einen eigenen Behandlungsschritt erfordern. Die Herkunft des Aufbaumaterials und eine gegebenenfalls verwendete Schutzmembran sollten erklärt werden. Ergebnis und Heilungsverlauf sind nicht bei allen Patienten gleich.

Andere Implantat- und Zahnersatzpläne

Bei geeigneter Anatomie können beispielsweise kurze Implantate geprüft werden. Der ITI-Konsens erläutert, dass ihre Auswahl von der örtlichen Anatomie und den Voraussetzungen des Patienten abhängt. Es gilt keine allgemeine Regel, dass bei wenig Knochen ein kurzes Implantat ausreicht. Auch eine Brücke oder herausnehmbarer Zahnersatz kann besprochen werden.

Konzentrieren Sie sich beim Vergleich nicht nur auf den Umfang der Operation. Aufbau des endgültigen Zahnersatzes, Reinigungsmöglichkeiten, Kontrollbedarf und mögliche weitere Eingriffe sollten zusammen verständlich sein. Wenn Sie die erste Empfehlung nicht nachvollziehen können, fragen Sie nach ihrer Begründung und danach, weshalb Alternativen nicht passend erscheinen.

Wie werden Heilung und Alltag geplant?

Bei einer Behandlung mit Knochenaufbau kann eine Wartezeit erforderlich sein. Sie hängt vom Umfang des Eingriffs und den Heilungsbefunden ab. Aus einem Zeitplan im Internet lässt sich kein genauer Abschlusstermin ableiten. Ob eine provisorische Versorgung getragen werden kann und wie sie die Stelle schützt, wird gesondert geplant.

Frühzeitige Gespräche über Kontrollen und mögliche Planänderungen helfen bei der Organisation von Arbeit und Reisen. Nennen Sie Ihre Medikamente, Erkrankungen und Ihren Tabakkonsum. Setzen Sie Medikamente nicht eigenständig ab. Falls vor der Operation eine Anpassung nötig ist, wird sie mit den zuständigen Ärzten abgestimmt.

Unterscheiden Sie beim Gespräch, welche Entscheidungen bei der ersten Untersuchung möglich sind und welche nach der Heilung erneut geprüft werden. „Knochenaufbau wird empfohlen“ erklärt allein noch nicht den Umfang. Eine Erklärung der Stelle und der Schritte anhand einer Zeichnung oder Aufnahme kann helfen, die Behandlungsfolge zu verstehen.

Häufige Fragen

Braucht jeder Patient mit Knochenabbau einen Knochenaufbau?

Nein. Der Bedarf wird zusammen mit Ort und Umfang des Verlusts, dem geplanten Zahnersatz und den Implantatmöglichkeiten beurteilt.

Garantiert ein Knochenaufbau, dass ein Implantat möglich wird?

Nein. Die Heilung und der erreichte Halt werden erneut geprüft. Ausreichende Unterstützung kann nicht garantiert werden.

Kann die Eignung anhand eines alten Röntgenbilds entschieden werden?

Ein altes Bild kann hilfreich sein, ersetzt aber keine aktuelle Untersuchung. Ob weitere Aufnahmen nötig sind, entscheidet der Zahnarzt.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und enthält keine persönliche Diagnose oder Entscheidung über Ihre Implantateignung. Zur Beurteilung Ihrer Möglichkeiten können Sie einen Untersuchungstermin vereinbaren. Weitere Informationen finden Sie im Blog.

Quellen

Weiterführende Artikel

Behandlung und Untersuchung in unserer Praxis

Kontaktieren Sie uns noch heute